Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Seitenschläferkissens am häufigsten gestellt werden – nach Themenbereich sortiert. Ausführlicher stehen dieselben Themen in unseren Ratgebern.
Es füllt den Platz, den der Körper in Seitenlage frei lässt: zwischen den Knien, unter dem Arm und vor dem Bauch. Das Kissen nimmt das obere Bein auf, sodass das Becken weniger nach vorn kippt, und gibt den Armen eine Ablage. In den ausgewerteten Rezensionen berichten Käufer wiederholt von ruhigerem Durchschlafen und weniger Wälzen. Eine medizinische Wirkung hat ein Kissen nicht — wer Beschwerden hat, klärt sie ärztlich.
Für drei Gruppen, und sie brauchen unterschiedliche Kissen. Schwangere suchen meist eine Form, die Bauch und Rücken zugleich stützt — U-, C- oder J-Form. Wer wegen Rücken oder Nacken umsteigt, achtet vor allem auf Stützkraft und Höhe. Gewohnheits-Seitenschläfer kommen mit einem geraden Kissen aus und entscheiden nach Platz, Pflege und Preis. Die Vergleichsseite lässt sich nach beiden Merkmalen filtern; für die beiden großen Gruppen gibt es eigene Ratgeber zur Schwangerschaft und zu Rücken und Nacken.
Das kommt auf die Form an. Kissen in U-, C- und J-Form haben ein gebogenes Ende, das den Kopf mit aufnimmt — das gewohnte Kopfkissen bleibt dann oft ungenutzt. Ein gerades Kissen in I-Form ist eine Ergänzung: Es liegt vor dem Körper oder zwischen den Knien, das Kopfkissen bleibt liegen.
Die Formen unterscheiden sich vor allem darin, wie viel sie umschließen und wie viel Bett sie dafür brauchen. Die U-Form stützt Bauch und Rücken gleichzeitig, ohne dass Sie das Kissen beim Umdrehen mitnehmen müssen; sie liegt bei rund 70 cm Breite, bei einem der vier U-Kissen im Vergleich fehlt die Angabe. Die C-Form ist an einer Seite offen und lässt sich dadurch leichter verlassen; eine Breite nennt das Datenblatt des einzigen C-Form-Kissens im Vergleich nicht. Die J-Form ist ein gerader Körperstrang mit einem gebogenen Ende für Kopf und Nacken; für das eine der beiden J-Kissen im Vergleich nennt der Hersteller rund 70 cm Breite, für das andere keine — in mehreren Rezensionen als Kompromiss zwischen I- und U-Form beschrieben, weil sie wie die I-Form nur eine Seite umschließt. Von den drei Bauformen mit bekannter Breite ist die I-Form mit meist rund 40 cm die schmalste und braucht am wenigsten Platz im Bett; das schmalste Kissen im Vergleich misst sogar nur 30 cm. Eine ausführliche Gegenüberstellung steht im Ratgeber zur Form.
Als Anhaltspunkt: Das Kissen sollte von der Schulter bis über die Knie reichen. Die geraden Kissen im Vergleich messen meist 40 × 145 cm, das längste 180 cm; die geformten Kissen liegen bei 130 bis 145 cm Länge, soweit der Hersteller sie nennt. Wer groß gewachsen ist, greift eher zur langen Ausführung; bei geringer Körpergröße reicht das kürzere Maß und stört weniger im Bett. Die genauen Maße stehen bei fast jedem Kissen auf der Produktseite (bei zwei Modellen nennt das Datenblatt keine Maße); die Faustregeln nach Körpergröße im Ratgeber zur Form.
Ein gerades Kissen ja: Mit 40 cm Breite bleibt genug Platz, auch zu zweit. Eng wird es bei den geformten Kissen — eine U-Form belegt rund 70 cm und damit die halbe Bettbreite. Mehrere Rezensionen zu den U-Form-Kissen nennen genau das als Einschränkung für den Partner. Auch ein besonders voluminöses I-Form-Kissen kann stören: Zu einem Modell im Vergleich berichten Rezensionen, dass es in einem 160 cm breiten Bett zu zweit zu eng wurde.
Fünf Füllungen lassen sich im Vergleich unterscheiden; zwei Kissen im Feld nennen ein Material, das in keine der fünf Gruppen passt, und ein drittes verbindet zwei davon in einem Wendekissen. Polyester-Hohlfasern sind der Normalfall: bauschig, leicht, günstig und bei drei von sechs Hohlfaser-Kissen im Vergleich belegt über einen Reißverschluss anpassbar. Mikroperlen (EPS) lassen sich verschieben und sind laut mehreren Rezensionen besonders leise; bei der Stützkraft liegen sie im Mittelfeld, nicht am unteren Ende. Zerkleinerter Memory-Schaum stützt fest, gleichauf mit der Hybridfüllung, macht das Kissen aber schwer — ein Modell im Vergleich wiegt rund 3,4 kg; zur Formhaltung über längere Zeit liegt für dieses Material kein Langzeitbericht vor. Eine Hybridfüllung aus Schaumsticks und Kügelchen verbindet beides und gehört zu den teuersten Varianten. Dinkelspelz ist die einzige Naturfüllung im Vergleich und hat die beste Stützkraft-Teilnote im Feld; dafür ist das Kissen schwer, und waschen lässt sich nur der Bezug. Die Unterschiede im Einzelnen stehen im Ratgeber zur Füllung.
Möglich ist es vor allem bei vakuumverpackten Kissen. Zu zwei Modellen im Vergleich berichtet je eine Rezension von einem chemischen Geruch direkt nach dem Auspacken, der nach einem Tag Lüften verschwunden war; eine der beiden nennt rund drei Tage, bis sich das Kissen vollständig entfaltet hatte. Zu mehreren Kissen mit Faserfüllung berichten Rezensionen dagegen ausdrücklich von neutralem Geruch ohne chemische Ausdünstung. Einen Eigengeruch bringt dafür die Naturfüllung mit: Zum Dinkelspelz-Kissen im Vergleich beschreiben sechs Rezensionen einen Geruch nach Stroh, der nach ihren Angaben binnen weniger Tage verfliegt; eine Rezension empfindet ihn trotzdem als störend stark. Planen Sie die erste Nacht nicht für den Tag der Lieferung ein.
Bei neun der vierzehn Kissen im Vergleich ja — sie haben einen inneren Reißverschluss, über den sich Füllung entnehmen lässt, wenn das Kissen zu hoch ist. Das Mikroperlen-Kissen lässt sich laut Hersteller auch nachfüllen, was mehrere Rezensionen wegen der knapp bemessenen Erstfüllung empfehlen. Bei zweien ist belegt, dass sich die Füllung nicht anpassen lässt; bei beiden steht es in den Nachteilen auf der Produktseite. Für drei weitere Kissen sagt weder Datenblatt noch Rezension etwas dazu. Wie das Entnehmen und Nachfüllen praktisch abläuft, steht im Ratgeber zur Füllung.
Den Bezug fast immer, das Innenkissen selten. Bei den Kissen im Vergleich reicht die zulässige Temperatur für den Bezug von 30 °C bis 95 °C — ein Unterschied, der bei einem Kissen zählt, das monatelang täglich benutzt wird. Das Innenkissen passt wegen seiner Größe oft in keine haushaltsübliche Maschine; beim Dinkelspelz-Kissen im Vergleich darf überhaupt nur der Bezug in die Maschine, die Füllung wird gelüftet. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf, ob der Bezug wirklich abnehmbar ist: Bei einem Modell im Vergleich ist er fest mit dem Kissen vernäht. Die vollständige Anleitung steht im Pflege-Ratgeber.
Behandeln Sie ihn wie Ihre Bettwäsche und wechseln Sie ihn alle ein bis zwei Wochen. Der Bezug liegt an Gesicht, Haaren und Händen, und ein Seitenschläferkissen ist im Gebrauch länger im Bett als das Kopfkissen. Wer den Wechsel ohne Waschtag überstehen will, braucht einen zweiten Bezug. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Hersteller einen anbietet: Zu einem Modell im Vergleich berichten Rezensionen, dass es keinen passenden Ersatzbezug gibt.
Dann übernimmt der Bezug die Hygiene, und er sollte regelmäßig in die Maschine. Lüften Sie das Kissen zusätzlich und lassen Sie es nach dem Waschen des Bezugs vollständig trocknen, bevor Sie es wieder beziehen. Das ist kein theoretischer Rat: Zu einem Kissen im Vergleich berichtet eine Rezension, dass sich im Innern Schimmel gebildet hat, weil die Füllung nicht zu waschen war. Wer darauf empfindlich reagiert, wählt ein Kissen mit entnehmbarer Füllung. Worauf es beim Trocknen ankommt, steht im Pflege-Ratgeber.
In den ausgewerteten Rezensionen fällt der Kauf überwiegend in die zweite Hälfte der Schwangerschaft; mehrere Käuferinnen schreiben vom letzten Drittel. Aus Kaufsicht spricht nichts dagegen, etwas früher zu bestellen: Vakuumverpackte Kissen brauchen laut Rezensionen bis zu drei Tage, bis sie ihre volle Form erreicht haben. Fragen zur Schlaflage selbst beantworten wir nicht — das gehört zu Ihrer Hebamme oder Ihrer Ärztin. Die Kaufberatung für diese Zeit steht im Ratgeber Schwangerschaft.
Mehrere Kissen im Vergleich werden vom Hersteller auch als Stillkissen beworben. Entscheidend für die praktische Eignung ist dabei nicht die Form, sondern die Biegsamkeit: Ein langes, gerades Kissen mit Mikroperlen-Füllung lässt sich im Sitzen um den Körper legen und eignet sich deshalb gut zum Stillen; ein voluminöses U-Kissen ist dafür eher unhandlich. Zu dem Mikroperlen-Kissen im Vergleich berichten Rezensionen von jahrelanger Weiterverwendung, unter anderem als Sofa- und Lesekissen.
Die Spanne im Vergleich reicht vom einfachen Faserkissen bis zum in Deutschland gefertigten Wendekissen mit Memory-Schaum-Kern — das teuerste kostet gut das Siebenfache des günstigsten. Ein höherer Preis führt dabei nicht zu einer besseren Bewertung: Unsere Empfehlung liegt im unteren Drittel der Preisspanne. Die aktuellen Preise stehen mit ihrem Stand auf der Vergleichsseite.
Auf fünf Punkte, mit unterschiedlichem Gewicht: Stützkraft zählt am schwersten — gibt die Füllung unter Gewicht zu schnell nach, liegen Sie nach einem Monat wieder auf der Matratze. Verarbeitung und Material zählt an zweiter Stelle — Nähte und Reißverschluss sind die Stellen, an denen Rezensionen am häufigsten Kritik üben. Pflege (abnehmbarer Bezug, zulässige Waschtemperatur), Größe (zu Ihrer Körpergröße und zur Bettbreite) und Preis-Leistung zählen gleich schwer. Genau nach diesen Kriterien und ihrer Gewichtung bewerten wir auch die Kissen im Vergleich.